Schnecken

Ein Leben ohne Schnecken

Schnecken können eine echte Plage sein. Aber wie immer im Leben, gibt es auch für dieses Problem unterschiedliche Lösungen.

Gartenbesitzer wissen aus Erfahrung: Schnecken haben Hunger, Schnecken wollen fressen. Am liebsten Blumen und Gemüse. Vorbeugen ist eine wichtige Gegenmaßnahme, um das selbst Angebaute zu schützen. Gut zu wissen: Schnecken mögen nicht alle Pflanzen. Auf der Menükarte stehen unter anderem: Studentenblumen, Rittersporne, Lupinen, Taglilien, Dahlien, Glockenblumen, Tränendes Herz und Funkien. Und natürlich verschiedene Gemüsesorten. Wie Salate, aber auch Gurken, Zucchini, Auberginen und natürlich Erdbeeren. Zum Leidwesen vieler Tomatenfreunde – teilweise verschonen Schnecken auch Tomaten nicht.

Nacktschnecken-Invasion im Garten
Nacktschnecken-Invasion im Garten

Schnecken schrecken – vorbeugende Maßnahmen

Vor allem Pflanzen meiden, die die Schnecken mögen. Das ist wohl das beste Rezept. So kann man beispielsweise bei Salaten auf Lollo Rosso oder Rucola ausweichen, zwei Salatsorten, die Schnecken nicht auf dem Speiseplan haben. Ebenso bleiben Zwiebeln, Kresse und Schnittlauch verschont. Bei den Zierpflanzen ist es genauso. Wer sich beispielsweise Schafgarbe, Phloxe, Löwenmäulchen, Nelken, Frauenmantel oder auch Veronica in den Garten holt, der hat ebenfalls keine gefräßigen Gäste.

Boden immer auflockern. Auch ein gutes Mittel, um Schnecken daran zu hindern, sich zu vermehren. Vor allem in den Wintermonaten. Schnecken leben meist unter der Erde und überwintern dort auch. Wer den Boden in dieser Jahreszeit ab und an aufhackt, der sorgt dafür, dass die Schnecken erfrieren. Da sie so schutzlos der Kälte ausgesetzt sind. Dies ist auch ein adäquates Mittel für den Sommer. Schnecken legen ihre Eier meist unter der Erde ab. Das Auflockern des Bodens zerstört so die Brutplätze.

Schneckenzaun verwenden ist ein prima Schneckenschutz. Dieser besteht entweder aus Holz oder aus Metall. Wobei Zäune aus Metall effektiver sind, denn da kommen Schnecken meist nicht drüber. Holz können sie leichter überwinden. Wer einen Schneckenzaun einsetzen möchte, der sollte das komplette Beet umzäunen. Dabei den Zaun in der Erde verankern, dieser ragt etwa zehn Zentimeter in die Höhe.

Pflanzhauben nutzen ist nicht schön, aber insbesondere für Jungpflanzen wirksam. Spezielle Pflanzhauben, die aus einem feinen Netz bestehen, werden über einzelne Pflanzen gestülpt. Den Platz zwischen Netz und Boden mit Sand aufhäufen, damit keine Schnecken reinkommen.

Natürliche Feinde zulegen, wie Laufenten und Hühner: Wer die Möglichkeit hat, solche Tiere frei im Garten zu halten, sagt den Schnecken für immer adè. Was wir nicht verschweigen wollen. Auch Laufenten mögen sehr gerne Salat!

Schnecken mögen keinen Sand: Auf Sand bewegen sich Schnecken ungern, daher meiden sie diesen. Ebenso Rindenmulch und feinen Kies. Einfach mit diesen Materialien die Beete ausreichend umschließen, so bleiben die Schnecken weg. Worauf Sie achten sollten: Bei Regen interessiert das Schnecken nicht die Bohne. Denn dann können sie wieder dorthin kriechen.

Schneckenbekämpfung – wenn vorbeugende Maßnahmen nichts nutzen

Schnecken einsammeln: Schnecken lieben feuchte und dunkle Orte. Daher findet man sie meist unter großen Büschen oder Staudenpflanzen, unter Steinen oder auch unter Brettern, die man auslegen kann. Eine etwas unangenehme und mitunter zeitaufwändige Arbeit, die aber helfen kann: Früh am Morgen und am Abend an diesen Stellen die Schnecken einsammeln und auf einer freien Wiese aussetzen. Dort stören sie keinen mehr.

Schneckenkorn verwenden: Ein sehr erfolgreiches Mittel, das im Pflanzenhandel und auch in Gartenabteilungen von Baumärkten erhältlich ist. Dabei wird das Schneckenkorn in den betroffenen Bereichen großflächig ausgestreut. Beim Kauf darauf achten, dass das Korn beim längeren Liegen auf der Erde nicht schimmelt. Wirkungsweise: Der Geruch lockt die Schnecken an, sie fressen das Korn und sterben. Am nächsten Tag die toten Schnecken einsammeln und entsorgen.

Schnecken lieben Bier: Erfolgreich sind auch die so genannten Bierfallen. Becher zu Zweidrittel in die Erde eingraben und mit Bier füllen. Der Geruch zieht die Schnecken an, sie fallen in das Bier und ertrinken. Vorsicht: Das Bier könnte mehr Schnecken anlocken als gedacht. Deswegen möglichst nicht mitten im Garten aufstellen, sondern eher am Grundstücksrand. Letztendlich eine eher fragwürdige Methode.

Schneckenfallen nutzen: Einen Behälter aus Kunststoff im Beet eingraben und mit einem Lockstoff – meist Schneckenkorn – füllen. Der Geruch lockt die Schnecken an, sie fressen den Köder und sterben. Zwei Vorteile: Das Korn liegt nicht mehr auf der Erde – und die Schnecken auch nicht. Sie verenden im Behälter.

Schnecken völlig aus dem Garten verbannen? Sicherlich nicht möglich. Aber vorbeugende Maßnahmen sind schon der erste Schritt in eine fast schneckenlose Zukunft für Gartenbesitzer. Versuchen Sie es einfach mal selbst.


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