Hortensien

Lateinischer Name: Hydrangea

Zählten die Hortensien früher zu den Steinbrechgewächsen, bilden sie heute in der Botanik als Hortensiengewächse eine eigene Familie. Mittlerweile zählen vor allem die vielgestaltigen und pflegeleichten Gartenhortensien zu den beliebtesten Haus- und Gartenpflanzen.

Hortensien sind verholzende Pflanzen. Sie sind als Sträucher, Halbsträucher und Büsche sowie als kleine Bäume oder als kletternde Pflanze erhältlich. 70 Arten sind weltweit bekannt. Einige sind immergrün, andere werfen ihr Laub ab. Die Wildformen der Hortensien sind in den gemäßigten Regionen Süd- und Ostasiens sowie Nord- und Südamerikas beheimatet. Dort sind sie vor allem in den wärmeren Klimazonen auf höheren Lagen zu finden.

Hortensien werden auch als Wasserstrauch bezeichnet. Dies kommt nicht von ungefähr. Schon ihr lateinischer Name Hydrangea, also Wasserschlürferin, macht deutlich, dass Wasser für Hortensien lebensnotwendig ist. Ist der Boden gut durchfeuchtet, dann kann die Hortensie ihre ganze Blütenpracht entfalten. Nur ganz wenige Sorten, wie etwa die Rispenhortensien, vertragen trockene Böden und viel Sonne. Generell lieben Hortensien humusreiche, durchlässige und leicht saure Böden sowie halbschattige Standorte. Manche Arten bevorzugen sogar rein schattige Plätze. Nur zu nass darf es generell nicht sein. Bei Stausnässe droht nämlich Fäulnisgefahr. Ansonsten zählen Hortensien eher zu den robusten Pflanzen, die sowohl unempfindlich gegen Kälte als auch gegen Schädlinge und Krankheiten sind – vorausgesetzt die Kulturbedingungen stimmen.

Hortensie (lat. Hydrangea)
Hortensie (lat. Hydrangea)

Unzählige Zuchtsorten von Gartenhortensien im Angebot

Seit dem 19. Jahrhundert wird die Hortensie in Europa als Gartenhortensie kultiviert. Mittlerweile gibt es unzählige Zuchtsorten. Die bekannteste ist sicherlich die Bauernhortensie, die im Freien und im Kübel ausgezeichnet wächst. Als Topfhortensie gedeiht sie zudem auch auf der Fensterbank. Eine besondere Zuchtvariante der Bauernhortensie ist die mehrfach blühende Sorte „`Endless Summer“®. Da diese sowohl an den alten als auch an den neuen Trieben Blüten ausbilden kann, ist sie in der Lage jährlich, sowie den gesamten Sommer hindurch zu blühen. Zudem kann sie selbst Temperaturen bis zu -30 Grad Celsius problemlos überstehen. Für Gartenbesitzer sind weiterhin die unterschiedlichsten Zuchtvarianten von Tellerhortensien, Samthortensien, Waldhortensien, Eichenblättrigen Hortensien und den Kletterhortensien von Bedeutung. Die Pflege der Pflanzen richtet sich letztendlich immer nach der Artzugehörigkeit der jeweiligen Hortensiensorte.

Anbau
Besonders die beliebte Bauernhortensie (lat.Hydrangea macrophylla) ist für den Bauerngarten sehr gut geeignet, sie ist zwar nicht winterhart, jedoch überaus dekorativ und ursprünglich.

Wenn die Hortensie neu eingesetzt wird, kann sie in einem sehr kalten Winter sogar eingehen, es ist aber möglich, die Pflanze im Kübel im Haus überwintern zu lassen.

Die Blüten werden im Herbst angelegt, daher sollte die Pflanze nicht zu stark zurückgeschnitten werden. Leider können dadurch aber auch späte Fröste dafür sorgen, dass die Blume im nächsten Jahr blütenlos bleibt.

Die Hortensie liebt einen sauren und feuchten Boden, Staunässe sollte nicht vorkommen. Der Standort sollte halbschattig sein. Wer nicht zwingend blaue Blüten haben möchte, der kann die Blume auch auf neutralen oder alkalischen Boden bringen. Gegossen werden sollte nur mit Regenwasser.
Die Vermehrung erfolgt über Kopfstecklinge, die im Frühjahr oder im Sommer gewonnen werden können.







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